Film: Super 8

super_8_still3Als ich damals als Kind E.T. gesehen hatte, las ich irgendwo in einem Interview mit Steven Spielberg, dass er sich nicht festlegen möchte, ob E.T. noch einmal zurück auf die Erde kommt. Seitdem habe ich gehofft, das es irgendwann mal ein Remake E.T. geben würde.

“Super 8″ ist kein Remake von E.T. im engeren Sinne, aber eine spannende, action-reiche Adaption des Grundstoffes über einen gestrandeten Außerirdischen, der eigentlich nur nach Hause telefonieren, in sein Raumschiff steigen und diese Erde verlassen möchte. Es ist nicht nur E.T., der hier zitiert wird. Wenn man genau rein forschen möchte, birgt der Film noch viel mehr Referenzen an das gute alte amerikanische Science Fiction Genre, wenn Außerirdische auf eine Kleinstadt treffen. Aber es sind sehr viele Elemente drin, die mich an E.T. erinnert haben. Der erste Kuss, Kinder auf BMX Rädern, eine geheimniskrämerische Militäraktion, und ein Außerirdischer, der mit herumliegender Elektronik versucht, seine an sich überlegene aber kaputte Technologie zu flicken. Ist ja auch von Steven Spielberg produziert.

Ich habe dieser Tage fortlaufend gelesen. Ein autobiographisches Blog, in dem André seit etwas mehr als einem Jahr täglich ein paar Zeilen aufschreibt. Ich bin neulich zufällig in meiner Twitter-Timeline drauf gestoßen und habe in den letzten Tagen das Blog von Anfang an durchgelesen. Persönliche Gedanken, ein paar familiäre Fetzen, Eindrücke von Geschäftsreisen. Es fasziniert mich. Ich bin wieder einmal mehr erstaunt, wie mich autographische Texte in den Bann ziehen. Gedanken mache ich mir, ob ich auch so etwas als Experiment beginnen möchte. Ich weiß aber auch, wie undiszipliniert ich mit solchen Projekten bin und wie schnell ich nach ein paar Tagen guter Vorsätze, dann doch wieder in gewohnte Verhaltensmuster zurück falle. Und das ist es ja im Kern bei allen guten Vorsätzen: Routinen des Alltags zu verändern, sich etwas an- oder abzugewöhnen.

Auf dem Label des Tees, den ich mir nach dem Neujahrsspaziergang aufbrühte stand ein Glücksspruch: „Decke alle Karten auf und verändere, was zu verändern ist.“

Na, dann mal los.

19. Dezember (2010 und 2014)

An meinem freien Freitag musste ich noch was für die Arbeit erledigen und die Große ist pünktlich zum letzen Schultag vor den Weihnachtsferien krank geworden und da nahm ich ein Foto von uns beiden im Home Office auf. Erst später fiel mir ein, dass ich so ein ähnliches Bild just am selben Datum vor vier Jahren gemacht hatte. Zufall?

Das war 19.12.2010:

Und das war 19.12.2014:

Sie werden so schnell groß, aber ein paar Dinge und gemeinsame Gewohnheiten werden bleiben. Und das werden wir dann irgendwann einmal Heimat nennen.

Vortrag: Strategische Influencer Relations

Ich war neulich als Gastredner bei einem Event des Social Media Monitoring Tools Brandwatch eingeladen und durfte dort einen Impulsvortrag zum Thema Blogger Relations halten und zeigen, wie wir bei  Weber Shandwick dies effektiv und sinnvoll zu einem strategischen Ansatz für Influencer Relations ausgebaut haben. Danke, Brandwatch, für die Einladung. Hier ein Videomitschnitt davon:

Ziemlich super-interessanter Vortrag finde ich, trotz zu vieler “ähm” und “vielleicht” vielleicht.

Zwei Termine in eigener Sache

Ein Hinweis auf zwei kleine, aber feine Termine in der letzten Novemberwoche (24.-30.11.), auf denen ich etwas zu sagen habe.

Mittwoch, 26.11.2014 in München, um 19 Uhr
Podiumsdiskussion: Strategische Krisenkommunikation 2.0

Im Rahmen der Podiumsdiskussion zu Krisenkommunikation in Social Media veranstaltet vom Bayerischen Journalisten Verband stellen wir unsere Social Media Krisensimulation firebell live und in Farbe vor, mit der wir für Kunden Krisentrainings auf deren eigenen Social Media Kanälen simulieren. Macht immer viel Spaß und ich würde mich freuen, das eine oder andere bekannte Münchener Gesicht dort zu sehen. Danach ist sicher noch Zeit für einen kurzen, persönlichen Austausch.

Mehr Infos zum Event hier. Verbindliche Anmeldung bis zum 24.11. per Mail an info@ihns-publicrelations.com oder fg-pr-oea@bjv.de. Ich würde mich bei erfolgter Anmeldung über einen Ping auf Twitter freuen.

Freitag, 28.11.2014 in Berlin, um 9 Uhr
Brandwatch Brunch: Monitoring zum Frühstück

Ich wurde vom Brandwatch Deutschland Team gefragt, ob ich Lust hätte, auf ihrem Business Brunch einen Impulsvortrag zu Blogger Relations zu halten. Natürlich habe ich Lust!  Ausgehend von der Welle an Diskussionen, die 2014 in der Branche das Thema Blogger Relations erneut aufkommen ließ, frage ich, ob Blogger Relations alter Wein in neuen Schläuchen sind. Ob die Zusammenarbeit von Agenturen mit Bloggern überschätzt wird. Und dass zwar jeder behauptet, Blogger Relations zu können, doch die Ansätze, die richtigen Influencer zu finden und anzusprechen mir doch sehr unterschiedlich scheinen. So die Richtung jedenfalls. Mehr zum Event auf dem Blog von Brandwatch Deutschland.

Anmelden kannst Du dich via kontakt@brandwatch.com oder über XING. Die Plätze sind begrenzt, d.h. first come, first served.

Mehr.

Mehr Likes, mehr Shares, mehr Kommentare. Mehr Freunde, mehr Follower, mehr Replies und Retweets, mehr Favs, mehr Popularität und mehr Liebe. Mehr Kunden, mehr Umsatz, mehr Verantwortung, mehr Karriere, mehr Geld auf dem Konto, mehr Quadratmeter Wohnraum, mehr Gigabyte auf der Festplatte, mehr Flachbildschirm-Diagonale. Mehr PS, mehr Kilometer in der Stunde, mehr Bonusmeilen, mehr wichtiger als du. Mehr, mehr, mehr. Mehr Weniger ist mehr.

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Wir sind getrieben von Zahlen. Wie sehr das stimmt, merkte ich diese Woche alleine daran, wie entspannt mir Facebook vorkommt, wenn ich all die vielen kleinen Zahlen dort einfach mal ausblende. Keine weisse Zahl auf rotem Grund oben in der Kopfzeile, keine Like-Angaben unter den Beiträgen in der Timeline. Keine Anzahl von Freunden, die Facebook-Anzeigen gemocht haben. Ein Traum? Dies ist möglich mit einem Browserplugin:  Facebook Demetricator von Benjamin Grosser. Facebook ist voll mit Metriken und wir haben uns daran gewöhnt, dass viele unsere sozialen Interaktionen auf Facebook flankiert werden von Zahlenangaben. Das macht Facebook, um die Interaktionen auf der Seite und die Klicks hoch zu halten. Unser Verhalten wird von diesen Zahlen beeinflusst, dadurch dass sie jederzeit sichtbar sind. Benjamin Grosser, der sich als Künstler und Komponist in seiner Arbeit auf die kulturellen, sozialen und politischen Auswirkungen von Software konzentriert, geht sogar davon aus, dass diese Metriken Stress bei den Facebook-Nutzern erzeugen, uns unter Druck setzten und Verhaltensweisen an den Tag legen, die einer schwachen Sucht gleich kommen.

In diesem Video erklärt Benjamin Grosser in wenigen Minuten seinen Ansatz:

Aus dem Feedback von Usern des Plugins, die ihm ihre Erfahrungen schilderten, hat Benjamin Grosser nun einen detaillierten Bericht veröffentlicht zur Frage: What Do Metrics Want? How Quantification Prescribes Social Interaction on Facebook (Computational Culture). Bin ich via How Numbers on Facebook Change Behavior (The Atlantic) drauf gestoßen.

Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie viel Stress und schlechtes Gewissen die Benachrichtigungen vom RSS-Reader immer gemacht haben, bevor man ihn aus der Taskleiste oder dem Dock entfernte? Eine weisse 5000+ auf rotem Kreis zeigte an, dass ich es nie schaffen werde, alle abonnierten Blogs jemals zu lesen. Auf dem Handy lauert an jedem App-Icon das selbe Problem. Auf Twitter ist es natürlich nicht anders, morgens schaue ich als erstes, ob ich neue Favs, Retweets und Replies habe. Diese Zahlen machen uns verrückt nach mehr, mehr, mehr +1 und lassen uns das Wesentliche vergessen.

Vielleicht kann man auch mal so ein praktische Plugin für Unternehmen bauen, die so heiss auf Metriken sind und durch all die Social Media Quartalsreports vergessen, vielleicht überhaupt erstmal eine vernünftige Social Media Strategie zu erarbeiten.