iPhone Haushaltsbuch App

Es ist ja bekannt, dass zu den wundervollsten Dingen im Leben die Buchhaltung gehört. Belege zählen, Kostenstellen, Eingaben, Ausgaben sind eine feine Sache. Schon im frühen Teenageralter kristallisierte sich bei mir der Berufswunsch Bankkaufmann heraus. Ich wusste nicht, was das war oder was man da so machen muss. Aber durch das Börsenspiel der örtlichen Sparkasse und das 14-Tage-Gratisabo des Handelsblatts  wurden wir in der 9. oder 10. Klasse an das Finanzsystem herangeführt: Es sei cool, ein Aktienportfolio zu besitzen. Und, hey, mit ein bisschen Handelsblatt lesen, sei das doch ein Kinderspiel mit den Finanzmärkten. Geld für sich arbeiten lassen? Klaro, Traumberuf!

Doch dann kam die Wende. Ich lernte ein wunderschönes Hippiemädchen kennen, weinte um den Regenwald und jobbte bei McDonald’s für meinen Führeschein. Dann Berlin und was mit Medien studieren. Insgesamt also zum Glück doch kein Finanzexperte geworden. Aus dieser Haltung habe ich mich dann auch immer in WGs oder ähnlichen Zusammengehörigkeitsszenarien gewehrt „gemeinsame Kasse“ zu machen. Auch in Beziehungen bisweilen immer drum rum gekommen, um die „gemeinsame Kasse“. Um nicht missverstanden zu werden: Ich hab nichts gegen italienische Rechnungen, ganz im Gegenteil. Aber alleine der Gedanke an die Führung eines Haushaltsbuchs war für mich der Inbegriff des Spießertums. Und ganz ehrlich: Will man denn wirklich so genau wissen, wofür das ganze Geld immerzu weggeht? Eben.

Falls man aber doch mal gezwungen sein sollte, sich dafür zu interessieren, wohin das Geld so geht, kann ich die iPhone App Moneybook empfehlen. Mit Kind und Kegel wollten wir nun tatsächlich doch einfach mal wissen, was eigentlich unsere gemeinsamen Ausgaben so sind. Doch wo anfangen? Sie sammelte Kassenbelege und trug monatlich Beträge in Listen ein. Ich suchte nach einer App, die mir half, gleich im Moment des Geldabgangs an der Kasse, Datum, Betrag und Kostenstelle zu dokumentieren und gesammelt ihr dann als Exceltabelle zur Auswertung zu mailen. Mit Moneybook bin ich da die letzten sechs Monate gut gefahren. Die App ist schnell, beiläufig zu bedienen, man kann zur Orientierung die vorgegebenen Kostenstellen nutzen oder eigene buchhalterische Kategorien definieren. Man kann seine Ausgaben als Tabelle exportieren oder ins Internet hochladen, wo man dann in einem Loginbereich nette Statistikgrafiken ansehen kann. Tolle Sache. Mir jedenfalls hilft es, das Projekt „gemeinsame Kasse“ möglichst schlank zu halten und on-the-go zu erledigen. Folgend noch ein kleines Video zur Anwendung. Finanzen mit Flair, yeah.

MoneyBook from Missaq Ataschi on Vimeo.

Über den Autor

Hallo, ich heiße Tillmann Allmer und arbeite als Digital Stratege in einer globalen Kommunikationsagentur. Ich bin Vater von zwei Kindern und lebe mit meiner Familie in Berlin. Pro2koll.de ist mein persönliches Blog über Alltagsbeobachtungen und daraus resultierender Inspiration. Folge mir auf Twitter unter @tristessedeluxe oder werde Fan von Pro2koll.de auf Facebook, um keine Updates zu verpassen. Mehr über dieses Blog steht hier.

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