Vint Cerf gesehen, dies und das gedacht.

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Irgendwie musste ich an Planet of the Apes denken, oder vielleicht auch an einen Star Trek Film, wenn dort die ältesten Weisen vom Krieg und von den Anfängen unserer technischen Zeitrechnung sprechen. Das Internet, unendliche Weiten …

Bin gespannt, was passiert, wenn man Wind Surf googlet. Alles PR. Egal.

Vint Cerf, der vor mehr als 20 Jahren gemeinsam mit Bob Kahn das TCP/IP Protokoll entwickelte, damit eine Vernetzung von Netzwerken ermöglichte und also einer der Papaschlümpfe des Internets ist, hat heute erzählt. Angekündigt war:

Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und Google Germany zu einem Vortrag von Dr. Vint Cerf, “Chief Internet Evangelist” von Google mit dem Titel „The Future of Security and Open Standards on the Internet“ ein.

Erster Gedanke: Ach, wird schon mal schön probeweise schwarz-grün auf Stiftungsebene koaliert?
Zweiter Gedanke: Lackschuh oder barfuss?
Dritter Gedanke: Google.

Im tatsächlich vorgefundenen Publikum herrschte dann der kohärenter Trend zum konservativen Hippietum oder vice versa zum hippiesken Konservatismus. Schlimme Zeit, so ohne wirkliche politische Opposition. Obwohl ist ja klar: Man hat ja auch Familie und liebt die Natur / Heimatfilme. Ich glaube, wenn das mal zu einer schwarz-grünen Bundesregierung kommt, wird noch einiges an Ideologiegemurkse auf uns zu kommen. Müssen dann unsere Kinder mit uns ausbaden. Auch gut.

Internet. Es ging um die Zukunft der Sicherheit und offener Standards im Internet. Also, an sich nichts Neues. Aber ihr kennt ja diese Plastikkästchen im Flur, die das Internet machen, diese Router. Seit Ewigkeiten frage ich mich ja, wie man das ausspricht. „Ruuter“ oder „Rauter“? Der Papaschlumpf des Internets sagt Rauter. Hab mich leider nicht getraut zu fragen, ob das oder der Blog.

Wie war er denn nun? Es war ein guter Vortrag, routiniert, professionell, höflich. Herr Cerf ist natürlich einer von den Guten. Im Kontext „Internet“ ist er der Rockstar. Dafür angenehm zurückhaltend. Keine Rampensau. Nicht das, was man unter der Berufsbezeichung „Evangelist“ normalerweise an Dampfplauderern vermutet. Eigentlich nur ein älterer Herr aus Kansas, der seinen Beruf als Ingenieur gut gemacht hat und seine repräsentative Rolle ernst nimmt. Ich kann ihn mir gut vorstellen auf irgendeiner Farm, in Jeans, mit seinen Enkeln. So gar nicht #godlike.

Wie wäre es wohl, wenn man die Chance hätte, Edison sprechen zu hören, oder Carl Benz, oder die Brüder Lumière, Gutenberg? Wir würden dankbar und ehrfurchtsvoll klatschen. Das haben wir gemacht.

Wie bei der SPD auch hier nur Brezeln (plus Fruchtspieße und Krabbenshots) zu essen. Kann man also nicht meckern.

Über den Autor

Hallo, ich heiße Tillmann Allmer und arbeite als Digital Stratege in einer globalen Kommunikationsagentur. Ich bin Vater von zwei Kindern und lebe mit meiner Familie in Berlin. Pro2koll.de ist mein persönliches Blog über Alltagsbeobachtungen und daraus resultierender Inspiration. Folge mir auf Twitter unter @tristessedeluxe oder werde Fan von Pro2koll.de auf Facebook, um keine Updates zu verpassen. Mehr über dieses Blog steht hier.

1 Kommentar

  1. Definitiv Rauter! Ruter klingt für viele Muttersprachler unanständig (je nach Herkunft).
    Root = primäres Geschlechtsmerkmal des Mannes (USA)
    Rooter = Prolet (US-Ostküste), Prostituierte (Australien), Ganove (US-Westküste) u.a.

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