Film: The Tree of Life

Und dann hatten wir ja letzten Freitag den Cannes Palme Gewinnerfilm The Tree of Life gesehen, von dem ich nicht wusste, was ich davon halten möchte. Ich hatte den Film schon fast wieder vergessen, als ich heute auf dem Weg zur Arbeit im NSFW030-Podcast hörte, wie sich Tim und Holgi über Stan Kubrick streiten. Explizit verteidigt Tim 2001 – A Space Odyssee als großartigen Film, während Holgi nur entgegensetzt, der Film sei langweilig. Und irgendwo dann ja auch gelesen, dass “The Tree of Life” an “2001” erinnere. Aber wie Tim da seine Analyse des Kubrik-Films runterimprovisiert und das tatsächlich gute Argumente für den Film und für Kubrik sind, fällt mir dann doch in Gedanken auf, wie blass The Tree of Life im Vergleich tatsächlich ist.

Nichtsdestotrotz ein interessanter Film, kann man sehen, sollte man im Kino sehen, große Leinwand und so. Aber langweiliger Kopfkram, also wach im Kopf sollte man schon sein. Große Werbebilder, Archetypen, Plateaux des menschlichen Daseins, Gottesdienst und Entstehungsgeschichte in einem Konglomarat aus Familienepos/ -Drama und naturwissenschaftlichem Infotainment. Der Makrokosmus und die Kernfamilie. Also alles ganz, ganz große Bögen, in den man sich schnell verlieren kann.

Aber genau das ist ja das Konzept des Tree of Life:

The concept of a tree of life as a many-branched tree illustrating the idea that all life on earth is related has been used in science, religion, philosophy, mythology, and other areas. A tree of life is variously;

1. a motif in various world theologies, mythologies, and philosophies;
2. a metaphor for the livelihood of the spirit.
3. a mystical concept alluding to the interconnectedness of all life on our planet; and
4. a metaphor for common descent in the evolutionary sense.

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The Tree of Life; USA, Indien 2011; Regie: Terrence Malick; gesehen am 24.6.2011 im Odeon.

Über den Autor

Hallo, ich bin Tillmann Allmer. Ich arbeite als Digital Strategist in einer globalen Kommunikationsagentur, bin Papa von zwei Kindern und lebe in Berlin. Pro2koll.de ist mein persönliches Blog über Alltagsbeobachtungen und daraus resultierender Inspiration (mehr über dieses Blog...). Folge mir auf Twitter unter @tristessedeluxe oder werde Fan von Pro2koll.de auf Facebook, um keine Updates zu verpassen.

2 Kommentare

  1. Pingback: Timo Maier

  2. Nun, die Kritik im Spiegel hat hohe Erwartungen geweckt, die für mich so gut wie gar nicht eingelöst wurden. Bis auf ganz wenige Überraschungen auf der Bildebene ist The Tree of Life ein Film, der mich so wenig wie eine National Geographic Dokumentation bewegt hat. Diese ewige Treppen-Symbolik, Herrje. Und dieses religiöse Whispern den ganzen Film über.
    Im Welterschaffungs-Esoterik-Teil entspricht die Optik für meinen Geschmack zu oft 70er-JahreBombastRockPlattenCovern. Dazu noch diese animierten Dinos!

    Selten zuvor habe ich so überflüssig meine Zeit im Kino verbracht.
    Es war einfach nicht mein Ding, trotz rothaariger Hauptdarstellerin, trotz Brad Pitt und trotz großartig gemachter Website: http://www.twowaysthroughlife.com

    Wach genug war ich und bin trotzdem dreimal fast eingeschlafen. Was man auch der meditativen Wirkung zuschreiben könnte. Für mich grenzte das allerdings eher an Sedierung.

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